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Längeres Überleben mit multiplem Myelom unter Bortezomib

Illustration des Proteasomeninhibitors Bortezomib, gebunden an ein HefeproteasomLaut einem Bericht in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift TumorDiagnostik & Therapie ist Bortezomib die bisher einzige Substanz, welche als Einzeltherapie gegeben die Überlebenszeit von Patienten mit multiplem Myelom verlängert.
Das multiple Myelom ist eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Die etablierte und gut wirksame Standardtherapie besteht aus einer Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender autologer Stammzelltransplantation – in Studien wird derzeit sogar die sogenannte “Tandem-Transplantation”, also die zweimalige Hochdosis-Chemotherapie und anschließende autologe und/oder allogene Transplantation untersucht.
Für viele Patienten kommt diese relativ belastende Behandlung aber – aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder Begleiterkrankungen – nicht in Frage. Für solche Patienten und für jene, bei denen die Standardtherapie nicht angeschlagen hat, stellt Bortezomib (Velcade®) eine vielversprechende Alternative dar.

Aufgrund der nun beim ASCO-Meeting vorgestellten aktualisierten Ergebnissen der APEX-Studie[1] wurde Bortezomib nun für Patienten mit fortgeschrittenem multiplen Myelom (und ohne die Option zur Stammzelltransplantation) zugelassen.
Die neuen Ergebnisse bestätigten die gute Wirksamkeit von Bortezomib als Einzelsubstanz. Aber auch in Kombination mit anderen Chemotherapeutika verlängerte sich die Überlebenszeit von Patienten, welche zuvor nur ungenügend auf andere Therapien angesprochen hatten, signifikant[2].
Auch andere Patienten mit hohem Risiko für einen schlechten Krankheitsverlauf können vermutlich von einer Behandlung mit Bortezomib profitieren. Weitere Anwendungen – wie etwa die Behandlung im Vorfeld einer autologen Transplantation oder die Hochdosis-Behandlung – werden derzeit im Rahmen von Studien überprüft.

Literatur & Quellen

  1. Richardson P et al.: “Bortezomib or high-dose dexamethasone for relapsed multiple myeloma.”. NEJM (2005) 352: s. 2546-2549. [ Abstract ] [zurück]
  2. Harousseau JL et al. JCO 2007. ASCO Annual Meeting Proceedings, Pt.1 V25, No. 185. [zurück]
0 Kommentare  | 27. Aug 2007  | Medizin, Multiples Myelom, Publikation, Studie  | 4.173x gelesen
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